In unserer Praxis bieten wir orthoptische Leistungen für Kinder ab 0 Jahren und für Erwachsene an. Hier behandelt Sie Dr. med. Bernd Schroeder: Er ist nicht nur Facharzt für Augenheilkunde, sondern als Strabologe auch auf die Behandlung von Schielen (Strabismus) spezialisiert.
Der früher für diesen Bereich verwendete Begriff „Sehschule“ ist übrigens nach heutigem Wissensstand nicht mehr korrekt: Es geht in der Orthoptik nicht primär um „Augentraining“, sondern um umfassende Vorsorge, Diagnostik und Therapie. Orthoptik bezieht sich dabei auf die Schielheilkunde als Spezialdisziplin der Augenmedizin, während Pleoptik sich innerhalb der Orthoptik mit der Besserung der Schielamblyopie (Schwachsichtigkeit) befasst.
In unserer Orthoptik und Pleoptik untersuchen und behandeln wir:
- Schielen (Strabismus)
- Sehschwächen
- Störungen des beidäugigen Sehens
- funktionale Schwachsichtigkeit (Amblyopie)
- Augenzittern (Nystagmus)
- Bewegungsstörungen der Augen
- visuelle Rehabilitation bei erworbenen Hirnschädigungen (Schlaganfall, Unfall, Tumor, etc.)
-
visuell bedingte Lern-und Entwicklungsstörungen (Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS)
Ein weiterer großer Bestandteil dieser Sprechstunde ist die orthoptische Vorsorgeuntersuchung bei Kindern jeder Altersklasse. Diese Vorsorge ist für Kinder bestimmt, in deren Familien Schielen, Sehschwächen und/oder Kurz- oder Weitsichtigkeit bzw. Hornhautverkrümmung vorkommen. In diesen Fällen ist eine Vorstellung schon ab dem 6. Lebensmonat sinnvoll. Grundsätzlich wird empfohlen, dass Kinder auch ohne offensichtliche Sehbeeinträchtigungen spätestens bis zum 3. Lebensjahr in der Orthoptik zur Vorsorgeuntersuchung vorstellig werden.
Vorsorge: Orthoptik / Sehschule für Kinder und Erwachsene
Folgende Untersuchungen finden im Rahmen unserer orthoptischen Vorsorge statt:
- Sehtest
- Refraktionsbestimmung, ggf. in Zykloplegie
- Erweiterte Untersuchung des Binokularsehens
- Untersuchung des vorderen Augenabschnitts und der Netzhaut
Kosten für Selbstzahler: 65 - 120 €
(Privatleistung, Abrechnung nach GOÄ)
Orthoptik und Pleoptik für Erwachsene
Unsere Orthoptik richtet sich nicht nur an Kinder, sondern auch an Erwachsene, die unter meist erworbenen Seh- und Augenfunktionsstörungen leiden. Zum Beispiel können verschiedene internistische und neurologische Erkrankungen die Funktionen der Augenmuskeln oder das Sehen beeinträchtigen. Dazu zählen unter anderem Durchblutungsstörungen (z. B. bei Diabetes mellitus oder Bluthochdruck), Schilddrüsenerkrankungen, Tumore, Schlaganfälle, Multiple Sklerose, Parkinson und einige andere mehr. Diese Erkrankungen können verschiedene Sehstörungen verursachen, z. B. Doppelbilder und Gesichtsfeldeinschränkungen.
Die normale Sehentwicklung
Das menschliche Auge wächst zwar bis zum 18.-20. Lebensjahr, aber die entscheidende Sehentwicklung vollzieht sich bis zur Pubertät. Ab diesem Zeitpunkt kann die Entwicklung des Sehens nicht mehr beeinflusst werden.
- Die rasanteste Entwicklung des Sehens und der Fixation findet in den ersten 6 Lebensmonaten statt.
- Bis zum 2. Lebensjahr entwickelt sich das Sehhirn am stärksten.
- In den weiteren Jahren bis zum 10. Lebensjahr geht die Entwicklung weiter, aber wesentlich langsamer.
Aus diesem Grund können im frühen Kindesalter Störungen des Sehens am schnellsten und erfolgreichsten therapiert werden. Erfolgt keine Therapie, kann dies zur lebenslangen Schwachsichtigkeit (Amblyopie) des betroffenen Auges führen.