Augenreizungen durch Haustiere

So schützen Sie Ihre Augen im Alltag

Augenreizungen durch Haustiere: Augen schützen

Für viele Menschen gehören Hunde, Katzen oder andere Haustiere zur Familie. Sie bereichern den Alltag, fördern das Wohlbefinden und sind treue Begleiter. Gleichzeitig können Haustiere bei empfindlichen Menschen jedoch Augenreizungen oder allergische Beschwerden auslösen.

Rötungen, Juckreiz oder tränende Augen müssen allerdings nicht bedeuten, dass Sie auf Ihr Haustier verzichten müssen. Oft helfen bereits einfache Maßnahmen, um die Belastung der Augen deutlich zu reduzieren.

Warum Haustiere die Augen reizen können

Entgegen einer weit verbreiteten Annahme sind nicht die Tierhaare selbst die eigentliche Ursache einer Tierhaarallergie. Die allergieauslösenden Eiweiße (Allergene) befinden sich vor allem in:

  • Hautschuppen,
  • Speichel,
  • Talgdrüsensekreten und
  • Urin der Tiere.

Diese Allergene haften an Fell und Haaren, verteilen sich in der Raumluft und können sich auf Möbeln, Teppichen oder Kleidung ablagern. Gelangen sie auf die Augenoberfläche, können sie bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen.

Typische Symptome einer Tierhaarallergie an den Augen

Eine allergische Reaktion macht sich häufig an beiden Augen gleichzeitig bemerkbar. Typische Beschwerden sind:

  • gerötete Augen,
  • starker Juckreiz,
  • Brennen,
  • tränende Augen,
  • geschwollene Augenlider,
  • Fremdkörpergefühl oder
  • Lichtempfindlichkeit.

Oft treten zusätzlich Beschwerden wie Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase auf.

So können Sie Ihre Augen im Alltag schützen

Mit einigen einfachen Gewohnheiten lässt sich die Allergenbelastung häufig deutlich verringern.

Nach dem Streicheln Hände waschen

Vermeiden Sie es, sich nach dem Kontakt mit Ihrem Haustier direkt an die Augen zu fassen.

Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife, bevor Sie Ihre Augen berühren oder Kontaktlinsen einsetzen beziehungsweise herausnehmen.

Tierzubehör regelmäßig reinigen

Decken, Kissen, Körbchen und andere Schlafplätze Ihres Haustieres sollten regelmäßig gewaschen oder gereinigt werden.

Dadurch lassen sich viele Allergene aus der direkten Umgebung entfernen.

Haustiere möglichst nicht im Schlafzimmer

Gerade während des Schlafs können sich Allergene über mehrere Stunden in unmittelbarer Nähe der Augen ansammeln.

Wenn möglich, sollte das Schlafzimmer eine haustierfreie Zone bleiben. Das kann insbesondere bei Allergikern die nächtliche Belastung deutlich reduzieren.

Regelmäßig lüften

Frische Luft hilft dabei, die Konzentration von Allergenen in Innenräumen zu verringern.

Zusätzlich kann regelmäßiges Staubsaugen – idealerweise mit einem HEPA-Filter – dazu beitragen, Allergene aus Teppichen und Polstermöbeln zu entfernen.

Gereizte Augen pflegen

Sind die Augen bereits gereizt, können konservierungsmittelfreie Benetzungstropfen (künstliche Tränen) helfen, die Augenoberfläche zu befeuchten und anhaftende Reizstoffe auszuspülen.

Welche Präparate geeignet sind, hängt von der Ursache der Beschwerden ab. Bei anhaltenden Problemen sollte daher eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.

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Wann steckt wirklich eine Tierhaarallergie dahinter?

Nicht jede Augenreizung nach dem Kontakt mit Haustieren wird durch eine Allergie verursacht.

Auch trockene Augen, eine Reizung durch Staub oder Pollen sowie andere Augenerkrankungen können ähnliche Beschwerden hervorrufen.

Eine augenärztliche Untersuchung und gegebenenfalls eine allergologische Abklärung helfen dabei, die Ursache eindeutig festzustellen.

Trockene Augen

Wann sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen?

  • Lassen Sie Ihre Augen untersuchen, wenn:
  • die Beschwerden regelmäßig auftreten,
  • die Augen stark gerötet oder geschwollen sind,
  • die Symptome trotz eigener Maßnahmen bestehen bleiben,
  • zusätzlich verschwommenes Sehen oder Schmerzen auftreten oder
  • Sie den Verdacht auf eine Allergie haben.

Je früher die Ursache erkannt wird, desto gezielter kann die passende Behandlung erfolgen.

Muss ich mich von meinem Haustier trennen?

Diese Sorge haben viele Tierhalter – doch in den meisten Fällen ist ein Abschied vom geliebten Haustier nicht die erste oder einzige Lösung.

Durch gezielte Hygienemaßnahmen, eine Reduzierung der Allergenbelastung und gegebenenfalls eine geeignete Behandlung lassen sich die Beschwerden häufig deutlich lindern. Bei einer nachgewiesenen Tierhaarallergie sollte jedoch gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden, welche Maßnahmen individuell sinnvoll sind.

Fazit

Haustiere bereichern das Leben – können bei empfindlichen Menschen jedoch Augenreizungen oder allergische Beschwerden verursachen. Mit guter Hygiene, regelmäßigem Lüften, einer sauberen Wohnumgebung und einer passenden Augenpflege lässt sich die Belastung oft deutlich reduzieren.

Wenn Ihre Augen trotz dieser Maßnahmen regelmäßig gerötet, tränend oder gereizt sind, empfiehlt sich eine augenärztliche Untersuchung. So lässt sich klären, ob trockene Augen, eine Allergie oder eine andere Ursache hinter den Beschwerden steckt und welche Behandlung am besten geeignet ist.